Europäische Kunststoffindustrie in Schwierigkeiten", da Marktanteil sinkt 20/03/2024
- Ana Cunha-Busch
- 19. März 2024
- 2 Min. Lesezeit

By AFP - Agence France Presse
Europas Anteil an der weltweiten Kunststoffproduktion ist gesunken, während Chinas Produktion nun ein Drittel ausmacht, so ein Branchenbericht vom Dienstag.
Laut dem Jahresbericht von Plastics Europe sank der Anteil Europas an der weltweiten Produktion von 22 Prozent im Jahr 2006 auf 14 Prozent im Jahr 2022.
Der Anteil Chinas stieg im gleichen Zeitraum von 21 Prozent auf 32 Prozent, wie der Bericht zeigt.
"Unsere europäische Kunststoffindustrie ist in Schwierigkeiten", sagte Jean-Yves Daclin, der Leiter von Plastics Europe in Frankreich.
Der Bericht "Circular Economy for Plastics" der Gruppe warnte vor einer "wachsenden Wettbewerbslücke zwischen Europa und dem Rest der Welt".
Der Rückgang sei auf die steigenden Importe aus China und den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren zurückzuführen, so Daclin.
Die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Großbritannien, Norwegen und die Schweiz produzierten im Jahr 2022 58,8 Millionen Tonnen Kunststoff.
Der weltweite Anteil Nordamerikas ist ebenfalls gesunken, von 24 Prozent im Jahr 2006 auf 17 Prozent im Jahr 2022.
Ohne China und Japan entfallen auf das übrige Asien, Ozeanien, die Türkei und die Ukraine 19 Prozent des Weltmarktes im Jahr 2022, verglichen mit 14 Prozent im Jahr 2006.
Der Anteil des Nahen Ostens und Afrikas ist ebenfalls gestiegen, und zwar von insgesamt sechs auf neun Prozent.
Der Anteil Japans ging um die Hälfte auf drei Prozent zurück, während der Anteil Lateinamerikas leicht auf vier Prozent sank.
Der Bericht von Plastics Europe besagt auch, dass 26,9 Prozent der europäischen Kunststoffabfälle inzwischen recycelt werden.
Rund 175 Länder haben sich darauf geeinigt, bis 2024 ein verbindliches Abkommen zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung abzuschließen.
Die letzten Verhandlungen fanden im November in Kenia statt und endeten mit Meinungsverschiedenheiten über die Funktionsweise des Abkommens und der Frustration von Umweltgruppen über Verzögerungen und mangelnde Fortschritte.
im/lth/gv





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