Australien will ein bankrottes Stahlwerk in ein „grünes“ Zentrum verwandeln 22/02/2025
- Ana Cunha-Busch
- 21. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

By AFP - Agence France Presse
Australien will ein bankrottes Stahlwerk in ein „grünes“ Zentrum verwandeln
Ein bankrottes australisches Stahlwerk soll in ein Produktionszentrum für „grünen Stahl und Eisen“ umgewandelt werden, wie Premierminister Anthony Albanese am Donnerstag mitteilte, als die Regierung ein milliardenschweres Rettungspaket schnürte.
Mehr als 1.000 Arbeiter mussten befürchten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, nachdem das Stahlwerk Whyalla in Südaustralien von wachsenden Schulden überschwemmt wurde.
Albanese versprach am Donnerstag eine umfassende Sanierung, um den Standort zu retten, der von der GFG Alliance des britischen Milliardärs Sanjeev Gupta betrieben wurde.
Mehr als 2 Milliarden Australische Dollar (1,27 Milliarden US-Dollar) wurden für die Tilgung von Schulden und die Verbesserung der Infrastruktur bereitgestellt, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, jedoch mit weniger umweltschädlichen Methoden.
„Investitionen in umweltfreundliches Eisen und Stahl werden die zukünftige Nachfrage nach australischem Eisenerz sicherstellen, da die Welt auf emissionsärmere Eisen- und Stahlprodukte umsteigt“, sagte Albanese.
„Grüne Metalle sind für die weltweite Dekarbonisierung von entscheidender Bedeutung, da die Eisen- und Stahlproduktion für 8 % der globalen Emissionen verantwortlich ist.“
Whyalla würde bis zu 500 Millionen Australische Dollar (317 Millionen US-Dollar) aus einem neu geschaffenen staatlichen Green Iron Fund erhalten, so Albanese.
Metalle wie Stahl und Aluminium werden in der Regel in riesigen Fabriken hergestellt, die auf umweltschädliche Kohleenergie angewiesen sind.
Die neue Initiative zielt stattdessen darauf ab, diese Fabriken mit erneuerbarer Elektrizität zu betreiben und so die Emissionen zu reduzieren.
Whyalla ist eines von nur zwei Stahlwerken in Australien und produziert nach Angaben der Regierung 75 % des Baustahls in Australien.
Der Sekretär der Australian Workers Union, Paul Farrow, sagte, dass die wirtschaftliche Souveränität des Landes davon abhängt, dass die Stahlwerke von Whyalla in Betrieb bleiben.
„Whyalla liefert drei Viertel des inländischen Stahlbedarfs Australiens. Ohne das Werk wären wir ausländischen Nationen für die Bausteine unserer Gesellschaft zu Dank verpflichtet.“
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