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Studie warnt vor Abholzung des Amazonas bis 2050 15/02/2024

  • Autorenbild: Ana Cunha-Busch
    Ana Cunha-Busch
  • 14. Feb. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Abholzung des Amazonas

Eine am Mittwoch (14.) veröffentlichte Studie unter der Leitung brasilianischer Forscher, die in der renommierten Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht wurde, enthält eine besorgniserregende Warnung zur Zukunft des Amazonasgebiets: Fast die Hälfte des Waldes könnte bis zum Jahr 2050 Degradationsfaktoren ausgesetzt sein, die ihn an einen Punkt bringen, an dem es kein Zurück mehr gibt.


Dieser kritische Punkt, der so genannte "Point of no return", markiert den Beginn einer unumkehrbaren Veränderung. Im Falle des Amazonas würde dies bedeuten, dass sich das Waldsterben beschleunigt, das Ökosystem sich drastisch verändert und weite Gebiete in einen Zusammenbruchsprozess geraten.


Die Forschungsergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit konkreter Maßnahmen zum Schutz und zur Erhaltung dieses wichtigen Umwelterbes. Die Zukunft des Amazonas steht auf dem Spiel, und sofortiges Handeln ist unerlässlich, um eine Umweltkatastrophe zu verhindern.


Um zu verstehen, wie groß die Gefahr ist, dass der Amazonas-Regenwald mittelfristig zusammenbricht, analysierten die Forscher die Hauptursachen für die Verschlechterung des Zustands des Bioms, insbesondere den Wasserstress.

Zu den Bedrohungen gehören:

- die globale Erwärmung

- Jährliche Niederschlagsmuster

- Intensität der saisonalen Niederschläge

- Länge der Trockenzeit

- Abholzung der Wälder


Den Forschern zufolge könnte der Anstieg der Durchschnittstemperatur während der Trockenzeit bis 2050 vier Grad erreichen, was für das Ökosystem äußerst schädlich ist.


Die Auswirkungen dieses unumkehrbaren Wandels wären verheerend, nicht nur für die biologische Vielfalt, sondern auch für die lokale Bevölkerung, die die Folgen am eigenen Leib zu spüren bekäme.

Angesichts dieses alarmierenden Szenarios ist es von entscheidender Bedeutung, dass sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene Maßnahmen ergriffen werden. Die Verringerung der Entwaldung, die Ausweitung der Waldaufforstungsgebiete und die Verpflichtung zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sind wesentliche Schritte, um eine drohende Katastrophe im Amazonasgebiet zu verhindern.


Angesichts des Ernstes der Lage muss die Vorsorge überwiegen, und es muss entschlossen gehandelt werden, um eines der wertvollsten und wichtigsten Ökosysteme unseres Planeten zu schützen.


Quelle: Flores, B.M., Montoya, E., Sakschewski, B. et al. Critical transitions in the Amazon forest system. Nature 626, 555-564 (2024). https://doi.org/10.1038/s41586-023-06970-0

 
 
 

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