Großbritannien stellt 8 Milliarden Pfund für Hochwasserschutz bereit 17/06/2025
- Ana Cunha-Busch
- 16. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Juni 2025

Von AFP – Agence France Presse
Großbritannien stellt 8 Milliarden Pfund für Hochwasserschutz bereit
Die britische Labour-Regierung hat am Montag Pläne bekannt gegeben, in den nächsten 10 Jahren fast 8 Milliarden Pfund (11 Milliarden Dollar) in den Hochwasserschutz zu investieren, und verwies dabei auf die wachsenden Risiken durch den Klimawandel.
Die Finanzierung ist Teil einer Infrastrukturstrategie, die diese Woche vorgestellt wurde und die langfristigen Pläne der Regierung für Investitionen in Milliardenhöhe in große Infrastrukturprojekte umreißt.
Die Regierung von Premierminister Keir Starmer erklärte, die neuen Mittel würden „Hunderttausende von Häusern, kleine Unternehmen und wichtige Infrastruktur vor der wachsenden Gefahr von Überschwemmungen schützen”.
Sie werden für den Bau von Hochwasserschutzanlagen und naturbasierte Lösungen wie die Wiederherstellung von Feuchtgebieten verwendet.
Der Climate Change Committee, eine Expertengruppe, die die Regierung berät, warnte im April, dass Großbritannien nicht ausreichend auf schwere Überschwemmungen und beispiellose Hitzewellen vorbereitet sei.
„Diese Regierung ergreift dringende Maßnahmen mit dem größten Hochwasserschutzprogramm in der Geschichte unseres Landes”, erklärte Umweltminister Steve Reed am Montag in einer Stellungnahme.
„Wir haben marode Hochwasserschutzanlagen in einem historisch beispiellos schlechten Zustand übernommen, wodurch Tausende von Häusern gefährdet sind”, fügte er hinzu.
Die Labour-Partei gewann im Juli letzten Jahres nach 14 Jahren konservativer Herrschaft die Parlamentswahlen.
Einem aktuellen Regierungsbericht zufolge sind rund 6,3 Millionen Immobilien in England von Überschwemmungen bedroht, und diese Zahl dürfte bis 2050 auf über acht Millionen steigen.
Schätzungen zufolge sind mehr als die Hälfte der besten landwirtschaftlichen Flächen des Landes und über ein Drittel der Eisenbahnstrecken und Straßen gefährdet.
Großbritannien wurde in den letzten Jahren von schweren Stürmen und Hitzewellen heimgesucht – viele Orte verzeichneten im Juli 2022 Rekordtemperaturen von 40 Grad Celsius.
Wissenschaftler warnen, dass extreme und schwankende Wetterereignisse immer häufiger auftreten, da die Emissionen fossiler Brennstoffe, die zur Erderwärmung beitragen, weiter steigen.
ajb/bcp/jhb





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