Rekordhitze in Großbritannien verstärkt Anzeichen für fortschreitenden Klimawandel. 02/01/2026
- Ana Cunha-Busch
- 1. Jan.
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ANALYSE | KLIMA UND UMWELT
Rekordhitze in Großbritannien verstärkt Anzeichen für fortschreitenden Klimawandel
Ana Lucia Cunha-Busch – The Green Amazon News
Das Jahr 2025 ging als heißestes Jahr in die britische Klimageschichte ein – ein Meilenstein, den Experten als weiteren konkreten Beweis für den durch menschliche Aktivitäten verursachten Klimawandel sehen. Neben den hohen Temperaturen erlebte das Land auch eine beispiellose Erwärmung, die die ökologischen und sozialen Auswirkungen das ganze Jahr über verstärkte.
Daten des britischen Wetterdienstes zeigen, dass die durchschnittliche Jahrestemperatur 10 °C überstieg – ein Wert, der seit Beginn der Messungen im 19. Jahrhundert nur wenige Male vorkam. Besonders bemerkenswert ist laut Klimaforschern die Wiederholung dieser Rekorde: Die meisten der heißesten Jahre der jüngeren Geschichte konzentrierten sich auf die letzten zwei Jahrzehnte – ein Muster, das mit wissenschaftlichen Prognosen zur globalen Erwärmung übereinstimmt.
Der Temperaturanstieg ging mit langen Trockenperioden und klarem Himmel einher, insbesondere im Frühling und Sommer. Dieses Szenario begünstigte das Auftreten aufeinanderfolgender Hitzewellen, anhaltender Dürren und einer Zunahme von Waldbränden. Ganze Regionen waren von Wasserknappheit betroffen; Stauseen waren nur noch halb gefüllt, und der Wasserverbrauch im Haushalt wurde eingeschränkt.
Die Auswirkungen beschränkten sich nicht auf die Umwelt. Behörden und Forscher warnen vor direkten Folgen für die öffentliche Gesundheit, darunter ein Anstieg der Todesfälle durch extreme Hitze, sowie vor wirtschaftlichen Verlusten und einer zusätzlichen Belastung der Rettungsdienste.
Wissenschaftler erklären, dass die Kombination aus anhaltenden Hochdruckgebieten und erhöhten Meerestemperaturen um Großbritannien dazu beigetragen hat, das ungewöhnlich warme Klima über weite Teile des Jahres aufrechtzuerhalten. Laut Klimamodellen tritt diese Konstellation mit fortschreitender Erderwärmung tendenziell häufiger auf.
Angesichts dieser Situation betonen Experten, dass die Reduzierung von Treibhausgasemissionen unerlässlich ist, um künftige Schäden zu begrenzen. Die wiederholten Hitzerekorde in Großbritannien werden nicht als isoliertes Ereignis, sondern als Teil eines umfassenderen Klimawandels mit zunehmenden Konsequenzen für Gesellschaft und Ökosysteme betrachtet.
Text zusammengestellt aus öffentlichen Daten, wissenschaftlichen Berichten und Informationen britischer meteorologischer Institutionen.





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